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Taugt die Limbic Map von Häusel auch zur Analyse des kreativen Gehirns?

Geschrieben von Carsten Willer am 06. Mai 2011. Veröffentlicht in Kreativität

Kreativität entsteht weder im Raum noch durch gute Worte. Kreativität entsteht in unserem Gehirn, wenn wir sie als menschliche Fähigkeit verstehen. Folglich müssten wir die Vorgänge im Gehirn betrachten, wenn wir uns über menschliche Kreativität Gedanken machen.

Können wir vielleicht mithilfe des Neuromarketing-Modells und der Limbic Map von Dr. Hans-Georg Häusel Ansätze finden, um die Kreativität besser zu verstehen? Häusel hat vor ein paar Jahren mit seiner Limbic Map dem Neuromarketing in Deutschland zum Durchbruch verholfen.

Neuromarketing beschäftigt sich vor allem mit den Motiven, warum wir Dinge kaufen oder nicht. Man könnte auch sagen: Warum wir Dinge tun oder nicht.

Wenn wir also mit dem Neuromarketing analysieren können, warum einige Menschen Becks kaufen und andere Bitburger, müssten wir doch auch die Frage beantworten können, warum wenige Menschen Lust auf Kreativität haben und die meisten nicht?

Basis für Häusels Neuromarketing Modell und seiner Limbic Map sind die Emotionssysteme im Gehirn des Menschen. Hans-Georg Häusel geht davon aus, dass die Cortisol-, Dopamin- und Testosteron-Konzentration im menschlichen Gehirn maßgeblich dafür verantwortlich ist, was wir tun.

Das Modell der Limbic Map ordnet dann dem Cortisol überlebenssichernde, dem Dopamin stimulierende und dem Testosteron dominanzorientierte Handlungsmotive zu. Für die Lust auf Kreativität scheint auf den ersten Blick das Dopamin verantwortlich zu sein.

Aber wahrscheinlich kann auch das Testosteron ein Treiber von Kreativität sein. Noch interessanter ist die Frage, ob Kreativität überhaupt möglich ist, wenn das Cortisol das menschliche Gehirn dominiert.

Neuromarketing, Kreativität, Limbic Map, Hans-Georg Häusel  Balance (Cortisol) auf der Limbic Map:

Wunsch nach Sicherheit, Stabilität und Geborgenheit und gleichzeitig Vermeidung von Unsicherheit und Angst

Ergo: Wenig Neigung zur Kreativität?
Frage: Ist es überhaupt möglich, bei von Cortisol dominierten Menschen kurzfristig ein Dopaminübergewicht herzustellen?

Limbic Map, Neuromarketing, Kreativität,  Hans-Georg Häusel  Dominanz (Testosteron) auf der Limbic Map:

Wunsch nach Macht, Durchsetzung, Status und Autonomie; zugleich Vermeidung von Ausgeliefertsein, Fremdbestimmung und Unterdrückung

Ergo: Neigung zur Kreativität um Überlegenheit und Unabhängigkeit zu erlangen?
Frage: Reicht das Testosteron-Übergewicht als Handlungsmotiv aus oder muss kurzfristig eine Dopamin-Dominanz hergestellt werden?

Limbic Map, Neuromarketing, Hans-Georg Häusel, Kreativität  Stimulanz (Dopamin) auf der Limbic Map:

Wunsch nach Abwechslung, Neuem und Belohnung bzw. Vermeidung von Reizarmut und Langeweile

Ergo: Neigung zur Kreativität um Neugier und Lust auf immer neue Reize zu befriedigen?
Frage: Sind von Dopamin dominierte Menschen von Natur aus kreativ oder bedarf es besonderer Spitzen der Dopamin-Konzentration? Und wenn letzteres zutrifft, wie schaffen wir es, die Dopamin-Konzentration zu erhöhen – möglichst ohne die Einnahme von Opiaten, Kokain oder Amphetaminen.

Alles Fragen, über die es sich lohnt, nachzudenken, wenn das nächste Mal über die Förderung von Kreativität diskutiert wird.

Hier geht’s zur Limbic Map
Hier geht’s zur Neuromarketing Website (Limbic Map) von Hans-Georg Häusel

Hier geht’s zur Definition Neuromarketing
(ohne Limbic Map)

* Neuromarketing und Limbic Map nach Hans-Georg Häusel: Emotions-, Motiv- und Wertesysteme im menschlichen Gehirn

Hans-Georg Häusels Limbic Map ist ein innovatives Tool für angewandtes Neuromarketing.

Limbic Map ist ein Motiv- und Entscheidungsmodell, das sowohl in seiner wissenschaftlichen Fundierung als auch in seiner Relevanz für die Marketing-Praxis und das Neuromarketing weltweit einzigartig ist.

Limbic Map ist der Ansatz im Neuromarketing, der die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung, der Psychologie und der Evolutionsbiologie mit empirischer Konsumforschung verknüpft.

Neuromarketing und Limbic Map nach Hans-Georg Häusel: Emotions-, Motiv- und Wertesysteme im menschlichen Gehirn  Hans-Georg Häusels Limbic Map ist ein innovatives Tool für angewandtes Neuromarketing.  Limbic Map ist ein Motiv- und Entscheidungsmodell, das sowohl in seiner wissenschaftlichen Fundierung als auch in seiner Relevanz für die Marketing-Praxis und das Neuromarketing weltweit einzigartig ist.  Limbic Map ist der Ansatz im Neuromarketing, der die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung, der Psychologie und der Evolutionsbiologie mit empirischer Konsumforschung verknüpft.

Kommentare   

 
Klaus Holthausen
# Klaus Holthausen 2012-04-17 15:41
Zum Verständnis von Kreativität muss man sich intensiver mit Lernen und der Verarbeitung von Komplexität beschäftigen. Dazu ist ein reduktionistisc her Ansatz nötig, der Neurowissenscha ften und Marketing vereint (Vorreiter in dieser Richtung ist T. Walvis von der Agentur THEY).
Das limibische System gibt in Sachen Kreativität nicht so riesig viel her - sonst hätten vor Urzeiten schon die Dinosaurier das Rennen gemacht und alle Großhirninhaber wären längst schon verspeist worden...
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Carsten W.
# Carsten W. 2012-04-23 20:15
Der Vergleich mit den Dinos ist lustig, aber leider unzulässig. Die Vermutung, dass das Default Mode Netzwerk und unser limbisches System und damit auch die Kreativität etwas miteinander zu tun haben, liegt eher nahe als fern, auch wenn noch kein Wissenschaftler weiß, was da genau in unserem Hirn passiert.

In diesem Beitrag ging es übrigens gar nicht um den Prozess der Kreativität an sich, sondern darum, ob die Limbic Map uns helfen kann, der intrinsischen Motivation für mehr oder weniger Kreativität bei verschiedenen Persönlichkeits typen auf die Sprünge zu helfen.
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