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Welt versus Neues Deutschland: Brauchen wir mehr kreative Chaoten oder eher disziplinierte Pflichterfüller?

Geschrieben von Carsten Willer. Veröffentlicht in Kreativität

Das Jahr 2012 hat gerade erst begonnen, da treffen schon wieder mediale Welten aufeinander. In der Welt verkauft Cordula Nussbaum Ihr Buch „Bunte Vögel fliegen höher“ unter dem Motto: Warum die Zukunft den kreativen Chaoten gehört.

In der Zeitung Neues Deutschland hält Lena Tietgen unter dem Titel „Kreative und andere Chaoten“ dagegen. Sie braucht dazu nur die Leser-Kommentare des oben genannten Beitrages zu zitieren, um das Bild des erfolgreichen Kreativen zu konterkarieren.

Es ist immer das gleiche Spiel. Wirklich Kreative interessiert das alles gar nicht. Pseudo-Kreative, die nur darüber schreiben (ja ja, wie auch ich gerade), machen Kreativität gern zur Religion. Und diejenigen, die der „liebe Gott“ beim Verteilen der Kreativität vergessen hat, wehren sich hysterisch dagegen.

Es ist doch klar, dass eine Autorin eines diesbezüglichen Sachbuches wie Cordula Nussbaum das Thema Kreativität überhöht darstellt, egal ob sie daran glaubt oder nicht.

Die Haltung der Zeitung Neues Deutschland überrascht auch nicht wirklich. Böse Zungen behaupten, die Leser bewegen sich vom Alter her inzwischen in den Sphären von Methusalem. Die Kreativität konvergiert dann bekanntlich gegen Null. Sorry Neues Deutschland.

Fakt ist: Das alte Deutschland hatte sie und ein neues Deutschland braucht sie: Kreative Chaoten UND noch viel mehr disziplinierte Pflichterfüller. Ohne die disziplinierten Pflichterfüller sind die kreativen Chaoten nichts, was im Umkehrschluss genauso gilt.

Das heißt, es muss nicht jeder zum Kreativen mutieren. Erhöht sich allerdings die Quantität der kreativen Chaoten, wird auch die Qualität der Ideen für ein neues Deutschland davon profitieren.

Hier geht’s zum Beitrag in der Welt „Warum die Zukunft den kreativen Chaoten gehört“.
Hier geht’s zum Beitrag der Zeitung Neues Deutschland „Kreative und andere Chaoten“.

Welt versus Neues Deutschland: Brauchen wir mehr kreative Chaoten oder eher disziplinierte Pflichterfüller?

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