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Forscherin Margherita Canesi untersuchte, ob eine Dopamin-Therapie für mehr Kreativität verantwortlich sein kann?

Geschrieben von Carsten Willer. Veröffentlicht in Kreativität

Forscherin Margherita Canesi untersuchte, ob eine Dopamin-Therapie für mehr Kreativität verantwortlich sein  kannDas Deutsche Ärzteblatt titelt auf seiner Website „Kreativität als Nebenwirkung der Dopamin-Therapie“, um dann im letzten Absatz zu sagen: April. April. (im Februar!!! ;-)

Dort heißt es dann nämlich, dass die Dopamin-Therapie laut Margherita Canesi vom Centro Parkinson e Disordini del Movimento nicht die Ursache der Kreativität sei, sondern eher eine durch die Krankheit überdeckte künstlerische Ader wieder zum Vorschein bringe.

Die Forscher um Margherita Canesi berichteten im European Journal of Neurology (2011; 19: 468-472) von Patienten mit Bewegungsstörungen, bei denen nach einer Dopamin-Therapie manchmal eine künstlerische Ader zum Vorschein kam.

Diese Patienten ohne vorherige künstlerische Ambitionen begannen plötzlich zu malen, zu dichten und/oder Skulpturen zu gestalten. Die Qualität der Kunstwerke sei aber sehr gering gewesen. Die Patienten schnitten im Kreativitätstest zwar besser ab als andere Patienten, jedoch nicht besser als eine gesunde Kontrollgruppe.

Margherita Canesi schlussfolgerte letztendlich, dass es falsch wäre, die „Nebenwirkung Kreativität“ bei der Dopamin-Therapie zu romantisieren.

Hier stellt sich dem Leser wieder mal die Frage, was ist Kreativität überhaupt? Ist jemand der malt schon kreativ? Oder muss jemand etwas wirklich Neues schaffen, um als kreativ zu gelten? Und kann das durch eine Dopamin-Therapie verstärkt werden – was zu beweisen wäre.

Margherita Canesi untersuchte, ob eine Dopamin-Therapie für mehr Kreativität verantwortlich sein  kann?

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