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Die Nadel im Heuhaufen: Die zweit-beste Idee ist der größte Feind der besten Idee.

Geschrieben von Carsten Willer. Veröffentlicht in Kreativität

Und die erste Idee ist – entgegen des geläufigen Sprichworts – fast nie die beste Idee. Jeder, der sich schon einmal auf die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, also einer neuen Idee gemacht hat, kennt das. Du hast dir stunden-, tage- oder sogar wochenlang das Hirn zermartert und plötzlich ist sie da – eine eigene Idee, eine gute Idee.

Tief im Gehirn, in der Area A 10 des Mittelhirns, wird eine kleine Ansammlung von Neuronen aktiviert, die den Neurotransmitter Dopamin produzieren und ihn über zwei Faserbündel weiterleiten – zum Nucleus Accumbens und direkt ins Frontalhirn.

Wird etwas Erlebtes oder Erdachtes als angenehm empfunden, feuern diese Neuronen und die dadurch ausgelöste körpereigene Opiumproduktion, die im Frontalhirn ausgeschüttet wird, belohnt uns mit Glücksgefühlen. Evolutionär gesehen, geht es lediglich darum, zu lernen, was gut für uns ist. Ergo: Eine eigene Idee macht glücklich.

Aber!!! Diese Idee erstickt auch fast immer unsere Motivation über weitere Ideen zum Thema nachzudenken. Unser Hirn hat sich selbst belohnt und das scheint der größte Feind für weitere kreative Aktivitäten zu sein. Wir sind scheinbar für weitere Ideen blockiert. Diese Barriere zu überwinden, ist wohl das Schwerste im kreativen Prozess. Damit die zweit-beste Idee der besten Idee nicht im Wege steht.

Die Nadel im Heuhaufen

Dazu passt auch Einsteins Ausspruch, der auf die Frage, was ihn von anderen Wissenschaftlern unterscheide, sinngemäß gesagt haben soll: Wenn jemand die Nadel im Heuhaufen suchen soll, sucht er so lange, bis er sie gefunden hat. Ich suche so lange, bis ich alle Nadeln im Heuhaufen gefunden habe.

Die Nadel im Heuhaufen: Die zweit-beste Idee ist der größte Feind der besten Idee.

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