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Sherry Turkle vom MIT: Internet, Vernetzung und E-Mail halten uns vom Denken ab

Geschrieben von Carsten Willer. Veröffentlicht in Fundstücke

Die amerikanische Soziologin Sherry Turkle erforscht am MIT seit Jahrzehnten die Auswirkungen von Computern, Internet und zunehmender Vernetzung auf das menschliche Leben und Denken. Im Interview in der aktuellen Brandeins behauptet Sherry Turkle: „Die E-Mail erledigt uns.“

 Internet, Vernetzung und E-Mail halten uns vom Denken ab. Sherry Turkle vom MIT.  „Wir sind so damit beschäftigt zu kommunizieren, dass wir keine Zeit mehr haben zu denken und wirkliche Verbindungen einzugehen.“1

Sherry Turkle argumentiert weiter gegen die E-Mail-Flut und meint, wer wirklich kreativ sein und etwas zu Ende bringen wolle, müsse sich ausklinken. Bei dem Umfang und der Geschwindigkeit der heutigen Kommunikation könne der Mensch nicht mehr mithalten.

Die Professorin Sherry Turkle plädiert vehement dafür, dem Denken mehr Raum zu geben und erzählt:

Sherry Turkle MIT: Internet, Vernetzung und E-Mail halten uns vom Denken ab.  „Meine Studenten am MIT können die Bedeutung zwischen ‚Suchen’ und ‚Denken’ nicht mehr auseinander halten. Sie suchen bei Google und finden eine von vielen Antworten, die sie akzeptieren. Die Ergebnisse sind gut genug, um sie davon zu überzeugen, dass der Prozess abgeschlossen ist. Dabei geht die Arbeit jetzt erst los.“ 1

2011 veröffentlichte Sherry Turkle ihr drittes Buch zum Thema: Alone Together: Why We Expect More from Technology and Less from Each Other

1 Brand eins, Heft 04, 2011, S. 38 ff,
Interview
mit Sherry Turkle, „Die E-Mail erledigt uns“

Sherry Turkle vom MIT: Internet, Vernetzung und E-Mail halten uns vom Denken ab 

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