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Lauf dich schlau. 24 km Laufen pro Tag macht 6000 neue Hirnzellen pro mm3 Gehirn.

Geschrieben von Carsten Willer. Veröffentlicht in Hirnforschung

Das soll jedenfalls bei Mäusen funktionieren. Hirnforscher von der Cambridge Universität ließen die kleinen Nager in einem Laufrad laufen und untersuchten dann die Mäusehirne. Die Mäuse sind pro Tag 24 Kilometer gelaufen und hatten im Ergebnis 6000 neue Hirnzellen pro Kubikmillimeter Gehirn.

Die neuen Hirnzellen sollen vor allem in Gehirnbereichen entstanden sein, die für das Erinnerungsvermögen zuständig sind. Danach haben die Tiere auch noch einen „Mäuse-Intelligenz-Test“ machen müssen und siehe da, die Gehirne der Läufer waren schlauer als die der Kontrollgruppe.

So steht es in der aktuellen Ausgabe der „Runners World“. Zeitgleich berichtet die Zeitschrift „aktiv Laufen“, dass das auch mit Gehirnen von Menschen funktionieren soll.

Hirnforscher der Universität Ulm ließen schon im Jahr 2008 zu Forschungszwecken 100 Versuchspersonen laufen. Nach einem 17-Wochen-Training mit je drei Trainingseinheiten sollen die anschließenden Tests belegt haben, dass Läufer-Gehirne leistungsfähiger sind. Die Hirnforscher führen das auf die bessere Durchblutung des Gehirns und auf das daraus resultierende bessere Wachstum der Hirnzellen zurück.

Allerdings sollen wir es mit dem Laufen auch nicht übertreiben. Denn dauerhafte Überlastungen können auch zur Rückbildung von Nervenzellen führen. Die richtige Dosis Laufen macht es also.

Hirnforschung: Helfen Laufen und Wachstum neuer Hirnzellen auch der Kreativität auf die Sprünge?

Dass Laufen die Kreativität mehr beflügelt als jedes Brainstorming oder Mindmapping können wohl die meisten, die in der Kreativbranche arbeiten und selbst laufen, bestätigen. Dazu braucht man keine Wissenschaft, sondern nur den eigenen Erfahrungsschatz zu heben.

Warum das Laufen so gut ist, weiß die Hirnforschung allerdings nicht wirklich ganz genau. Liegt es vielleicht wirklich an der besseren Durchblutung und an den oben genannten neu gebildeten Hirnzellen? Je mehr neue Hirnzellen, desto schlauer, desto kreativer? Das Prinzip Masse klingt noch nicht restlos überzeugend.

Oder vielleicht ist es auch viel einfacher und verantwortlich ist nur der Flow-Zustand, der dem Unterbewusstsein die Chance gibt, unabhängig vom Verstand ungehemmt zu agieren. Oder ist es alles zusammen oder doch noch ganz was anderes?

Letztendlich ist die Ursache, warum Laufen gut für die Kreativität ist, auch egal. Fakt ist: Wohl dosiertes Laufen ist gesund. Und Laufen ist eine bessere Kreativitätstechnik als z. B. Brainstorming, Mindmapping etc.

Hirnforscher behauptet: Nackt- Brainstorming hilft Hierarchien in der Gruppe aufzulösen

Kommentare   

 
Neuling
# Neuling 2010-10-19 08:45
Mal abgesehen davon, dass dies natürlich toll ist mit dem Zellwachstum beim Laufen, relativiert sich die Anzahl, wenn man vergleicht, dass bei einem Baby etwa eine halbe Million neuer Zellen entstehen pro Minute. Das sind 720 Millionen am Tag.
Bereits in der Mitte des vierten Monats verfügt ein Fötus über hundert Milliarden Nervenzellen.
Wenn wir mehr Kraft darauf legen, diese nicht wieder sofort mit Geburt zu "töten" durch Nichtbeschäftig ung/Nichtförder ung der Kleinkinder, später durch Alkohol und Nikotin und und und wäre allen mehr geholfen :-))
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Mark Oertel
# Mark Oertel 2010-11-17 08:02
Da läuft man den ganzen Tag für neue Hirnzellen und abends beim Bier und Fernsehen sterben sie gleich wieder ab. Das ist dann der Kreislauf des ewigen Durchschnitts.
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