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Antonio Damasio in „Selbst ist der Mensch“: Ohne Bewusstsein, ohne einen mit Subjektivität ausgestatteten Geist, gäbe es keine Kreativität

Geschrieben von Carsten Willer. Veröffentlicht in Hirnforschung

Antonio Damasio in „Selbst ist der Mensch“: Ohne Bewusstsein, ohne einen mit Subjektivität  Geist, gäbe es keine Kreativität  Neurowissenschaftler Antonio Damasio versucht in seinem kürzlich
  erschienenen Buch „Selbst ist der Mensch“ mit dem Untertitel
  „Körper, Geist und die Entstehung des menschlichen Bewusstseins“
  dem Bewusstsein auf die Spur zu kommen.

Er greift auf Verhaltensforschung und Neurowissenschaft zurück und führt eine evolutionäre Perspektive ein, um zu verstehen, wie der Mensch Bewusstsein und dadurch Fähigkeiten wie Sprache, Kreativität und Moral entwickelte.

Antonio Damasio sagt, Bewusstsein sei der „bewusste Geist“. Er trennt dabei aber Körper und Geist nicht. In der Geschichte der Evolution ist das Bewusstsein, wie wir es kennen, noch sehr jung. Unser Hirn besitzt dementsprechend jüngere und ältere Funktionen.

Das bedeutet auch, dass die älteren einen Teil unseres Handelns bestimmen. Das Bewusstsein ist aber ebenso ein Produkt des Gehirns, ergo ein Produkt des Körpers. Doppelte Kontinuität heißt demnach, es gibt  eine individuell-körperliche und eine stammesgeschichtliche Dimension.

Bewusstsein entsteht aber nur, wenn das „Selbst“, wie Antonio Damasio es nennt, hinzukommt. Dieses „Selbst“ soll für die interne Selbstreflexion des menschlichen Gehirns stehen.

Antonio Damasio „Selbst ist der Mensch“: Ohne Bewusstsein, ohne einen mit Subjektivität ausgestatteten Geist, gäbe es keine Kreativität Zitat Antonio Damasio aus „Selbst ist der Mensch“:

„Ohne Bewusstsein, das heißt ohne einen mit Subjektivität ausgestatteten Geist, könnten wir nicht wissen, dass es uns gibt, ganz zu schweigen von der Frage, wer wir sind und was wir denken.

Hätte die Subjektivität nicht – anfangs vielleicht nur in bescheidenem Umfang – bei Lebewesen eingesetzt, die viel einfacher sind als wir, Gedächtnis und Vernunft hätten sich vermutlich nicht auf so üppige Weise entfalten können und der Evolutionsweg zur Sprache sowie zu unserer raffinierten menschlichen Form des Bewusstseins hätte sich nicht eröffnet.

Die Kreativität hätte nicht gedeihen können. Es gäbe keine Lieder, keine Malerei und keine Literatur. Liebe wäre nie Liebe gewesen, sondern immer nur Sex.“

Hier geht’s zur Leseprobe:
Antonio Damasio, Selbst ist der Mensch, Körper, Geist und die Entstehung des menschlichen Bewusstseins

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Antonio Damasio in „Selbst ist der Mensch“: Ohne Bewusstsein, ohne einen mit Subjektivität ausgestatteten Geist, gäbe es keine Kreativität

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