LOGBÜCHER KREATIVITÄTSTRAINING

Aufbrechen um den Seeweg nach Indien zu finden und dabei
Amerika entdecken

Hirnforscher Charles Limb legte Jazzmusiker in den Hirnscanner (fMRT) und beobachtete die Gehirne beim freien Improvisieren

Geschrieben von Carsten Willer. Veröffentlicht in Hirnforschung

Zusammen mit Allan Braun von den National Institutes of Health in Bethesda untersuchte Hirnforscher und Saxofonist Charles Limb von der Johns Hopkins University in Baltimore, welche Hirnregionen in Momenten höchster Kreativität aktiv werden.

Dazu legten die Hirnforscher Jazzmusiker in den Hirnscanner (fMRT) und verglichen die neuronalen Aktivitäten beim freien Improvisieren mit denen beim Spielen von Jazzstandards – nachzulesen in der Oktober-Ausgabe von Gehirn & Geist.

Erkenntnisse aus dem Hirnscanner (fMRT)

Die Ergebnisse lesen sich wenig überraschend. Kreativität sei eine Leistung des ganzen Gehirns. Beim Improvisieren werde die laterale präfontale Region im Wesentlichen abgeschaltet, was die Aktivität des präfontalen Kortex einschränke, der die bewusste Selbstkontrolle regelt.

Ein spezieller Bereich des präfontalen Kortex, der mediale laterale Kortex, werde allerdings aktiviert. Diese Hirnregion gehört zum Default-Netzwerk, das an der Selbstwahrnehmung beteiligt ist.

Was uns diese Erkenntnis bringt, darf jetzt jeder für sich selbst entscheiden. Denn darüber gibt auch das Interview mit Hirnforscher Charles Limb in der Gehirn & Geist keine Auskunft. Die Frage, ob Kreativität in einer solchen besonderen Situation (Kreativer liegt in einem Hirnscanner/fMRT) überhaupt möglich ist, muss außerdem erlaubt sein.

Hirnforscher Charles Limb legte Jazzmusiker in den Hirnscanner (fMRT) und beobachtete die Gehirne beim freien Improvisieren

Seite weiterempfehlen