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Gehirnjogging vers. Ausdauersport: Zyklische sportliche Aktivitäten jenseits der Komfortzone halten das Gehirn wirklich jung

Geschrieben von Carsten Willer am 10. Mai 2013. Veröffentlicht in Hirnforschung

Die veränderten kognitiven Leistungen bei zunehmendem Alter sind nur zu 40 Prozent biologisch (Hirndegeneration) bedingt. 60 Prozent sind verhaltensbedingt, glaubt Prof. Dr. Lutz Jäncke, Professor für Neuropsychologie an der Universität Zürich

Denn das Gehirn ist plastisch und reagiert in jedem Alter auf Aktivität mit Wachstum und bei Passivität mit dem Abbau bestimmter Hirnregionen. Prof. Dr. Lutz Jäncke nannte in seinem Vortrag beim Neuromarketingkongress 2013 in München zuerst sportliche und dann soziale und geistige Aktivität als probate Mittel gegen den Abbau kognitiver Leistungen.

Die Industrie hingegen lässt uns glauben, dass wir angeblich vor allem mit geistiger Aktivität und dementsprechend mit speziellen Produkten und Computerprogrammen unser Gehirn jung halten können. Dass sogenannte Gehirnjogging ist wissenschaftlich bisher allerdings nicht belegt, publizierte die Wissenschaftlerin Manuela Macedonia schon im letzten Jahr in den ÖO Nachrichten.

Wissenschaftlich bewiesen ist hingegen, dass Ausdauersport das Gehirn jung hält. Wir müssen uns aber regelmäßig und jenseits der Komfortzone bewegen. Besonders zyklische Bewegungen sollen die Aktivität des Hippocampus und somit die Zellerneuerungsprozesse im Gehirn anregen.

Ohne Anstrengung gibt es allerdings keinen Effekt. Das gilt sowohl für sportliche als auch für geistige Aktivitäten. Passive Aktivitäten wie Lesen, Theaterbesuch und auch so manches Gehirnjogging sind nett, aber nicht ausreichend. Wir sollten auch hier raus aus der Komfortzone und aktiv Dinge tun, die unser Gehirn herausfordern (z. B. neue Fremdsprachen oder ein Musikinstrument erlernen).

Oder seine Kreativität trainieren.

 

Gehirnjogging versus Ausdauersport: Zyklische sportliche Aktivitäten jenseits der Komfortzone halten das Gehirn wirklich jung

 

 

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