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Keine Zeit für kreatives Denken – Ergebnis einer Studie zum Thema Kreativität

Geschrieben von Carsten Willer. Veröffentlicht in Kreativitätsforschung

Etwas mehr als die Hälfte der Deutschen geben an, bei der Arbeit keine Zeit für kreatives Denken zu haben. Das will uns zumindest eine Studie vermitteln, für die 7000 Angestellte in Australien, Brasilien, China, Ägypten, Deutschland, Hongkong, Saudi-Arabien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Großbritannien und den USA befragt wurden.

Das wenig überraschende Ergebnis der Studie: Es gibt angeblich eine Diskrepanz zwischen dem Wunsch von Angestellten nach mehr Kreativität und den Möglichkeiten kreatives Denken in Unternehmen zu leben. Keine Zeit und mangelnde Unterstützung der Führungskräfte sind die am häufigsten genannten Gründe.

94 Prozent der Deutschen glauben laut Studie, dass Kreativität ein ausschlaggebender Faktor für unternehmerischen Erfolg darstellt. Und 65 Prozent der Befragten würden sogar ihren Job aufgeben, wenn sie dafür in einem Unternehmen arbeiten könnten, in dem Kreativität bzw. kreatives Denken gefördert wird.

Schade um die Zeit, die der Kreativität verloren ging

Um all diese „Erkenntnisse“ zu generieren, hätte man wohl keine Zeit für eine Studie verschwenden und 7000 Gehirne bemühen müssen. Mit Kreativitätsforschung hat das wohl wenig zu tun. Die von der Agentur Jack Morton Worldwide als Studie getarnte PR-Aktion hat es trotzdem in die Presse (Absatzwirtschaft) geschafft.

Wer kreatives Denken als Maßstab anlegt, der weiß, dass eine solche als Studie betitelte Befragung nicht das Papier wert ist, auf dem sie gedruckt wird. Keine Zeit zu haben ist immer die einfachste Ausrede, sich nicht anstrengen zu müssen. Und kreatives Denken ist sehr anstrengend. Das ist mein Ergebnis der Studie zum Thema Kreativität: n=1

Keine Zeit für kreatives Denken laut Studie über Kreativität

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