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Unsterblichkeit hat einen Preis.
Deine Idee lebt noch, wenn du schon tot bist.

Egal, ob du 26 oder schon 62 bist. Fragst du dich nicht schon lange, wie du dir jederzeit selbst die Chance eröffnen kannst, mit einer einzigen eigenen Idee UNSTERBLICH zu werden?

Oder STEINREICH? Oder auch einfach nur GLÜCKLICH?

Der träumt, wirst du jetzt denken. In gewisser Weise hast du Recht. Der REM-Schlaf gehört gelegentlich dazu, wenn du nicht im Nirvana des Mittelmaßes verenden willst. Aber von vorn.

Mach den FEHLER deines Lebens

Dieser wahrscheinlich längste Werbetext, den du je gelesen hast, kämpft um deine Aufmerksamkeit. Jetzt liegt es an dir. Entweder du nimmst dir die Zeit und lässt dich auf das Dauerscrollen ein.

Okay, hier können Hedonisten auch noch eine verspielte, kürzere Variante wählen.

Oder Du entscheidest, für immer „everybodys darling“ zu bleiben und dich in der Welt der Beliebigkeit zu verstecken.

Die Chancen auf neue Ideen und deine Unsterblichkeit erhöhen sich so aber nicht. Jede Produkt-Idee, Geschäfts-Idee, Marketing-Idee, Weltverbesserungs-Idee oder Was-du-willst-Idee braucht auch Mut. Es heißt nicht umsonst: Neues wagen. In der Formulierung ist die Möglichkeit des Scheiterns schon integriert.

Also rein getreten ins Fettnäpfchen, rein gelaufen ins offene Messer und weg mit der Versicherung gegen Blamagen, mitleidige Blicke und Schamesröte. Fehler machen ist innovativ. Unfehlbarkeit zu verachten ist Bestandteil der Strategie.

Der Gründer von Nike, Phil Knight, soll das mal so auf den Punkt gebracht haben: Wer keine Fehler macht, hat zu wenig probiert. Da kann man nur sagen: Just do it.

Bleibe ruhig SKEPTISCH

Erinnerst du dich noch an das Gefühl, als du deinem Hirn das letzte Mal eine wirklich neue Idee entlockt hast? An die Begeisterung, die Euphorie, den Enthusiasmus? Deine Neuronen schossen Dauerfeuer und die Überdosis Dopamin ließ die Endorphine tanzen.

Es ist immer wieder fast so schön, wie das erste Mal verliebt ... und für Männer, wie der unerwartete Last-Minute-Sieg des Lieblingsvereins in der Champions League.

Oder ist es schon zu lange her, dass du deinen Geist auf diese Art und Weise belohnen konntest? Das wäre nicht nur für die fehlenden Ideen schade.

Unsterblichkeit – QUERDENKEN verlängert das Leben

Der eben geschilderte Zustand stärkt auch dein Immunsystem und erhöht die Lebenserwartung. Ideen sind nicht nur der Ursprung von Innovationen. Sie können auch Lebenselixier sein.

Falls du noch nie so etwas erlebt oder gefühlt hast und dir auch nicht vorstellen kannst, dass dir eigene Ideen so viel Wohlgefallen bereiten können, dann brauchst du jetzt nicht mehr weiter zu lesen.

Das wäre auch gar nicht schlimm, denn du wärst keine große Ausnahme. Es gibt Neurowissenschaftler, die  behaupten, zwei Drittel der Hirne in der Gesamtbevölkerung werden vom Cortisol beherrscht. Man nennt es auch Angst- und Stresshormon.

Diese Menschen bevorzugen vor allem das Althergebrachte und Bekannte. Und für die Stabilität unseres Gemeinwohls ist es wichtig, dass es diese Leute gibt.

Nur mit dopamin- und testosteron-getriebenen Querdenkern würden wir unsere Zivilisation wohl geradewegs in den Abgrund stürzen.

GUTE IDEE, dass du noch weiter liest

Du gehörst also zu dem verbleibenden Drittel der Menschheit. Zu den Hedonisten oder Performern, die nicht in Ratgebern nach dem Sinn des Lebens, sondern selbst die Veränderung suchen. Zu den Abenteurern, ohne die es keine Innovationen gäbe.

Aber wie JUNG fühlt sich dein Hirn wirklich?

40 - Istdeine kindliche Kreativität vielleicht doch schon verloren gegangen? Vielleicht hat sie sich hinter dem Aktenschrank versteckt oder schlummert unter deinem Bett? Suche nicht im Fundbüro oder bei Google. Suche lieber in deinem Kopf.

40 + Ist alles schon gelaufen? Oder steht immer noch die Frage: Wie werde ich endlich berühmt oder vielleicht doch noch Millionär? Versuch es nicht als Tellerwäscher, sondern lieber mit einer eigenen einzigartigen Idee.

50 + Wartest du schon auf die Rente? Oder willst du deinem Leben noch mal frische Energie einhauchen? Suche nicht nach Ausreden und probier es mal mit Drogen, z. B. körpereigenen Opiaten, produziert von eigenen Gedanken.

60 + Ist schon alles vorbei? Oder hast du jetzt endlich Zeit, mal das zu machen, was du schon immer tun wolltest? Dann denke einfach etwas, was noch nie jemand vor dir gedacht hat. Für geniale Ideen ist es nie zu spät.

Innovationen entstehen im Kopf

In Deutschland wird gegenwärtig sehr viel über das Thema Innovationen und die sogenannte „creative industry“ gesprochen. Ideen werden bewertet, gemanagt oder evaluiert. So lange bis jedes Risiko auf ein Minimum reduziert ist und jeder innovative Gedanke auch vom Chef verstanden wird.

Eins wird dabei aber in aller Regel vernachlässigt. Um den Rohstoff für Innovationen kümmert sich kaum jemand: Den Ursprung der Wertschöpfungskette und die Prozesse, wie Ideen entstehen.

WISSEN ist alt, INNOVATIONEN sind neu

Fast jeder, der länger als zehn Jahre im Beruf steht, und seine Ideenfindungs- und Denktechniken einmal ehrlich hinterfragt, wird feststellen, dass die Spontaneität des Denkens und die Lust auf den unerwarteten Gedanken kontinuierlich nachlassen.

SEI MAL EHRLICH ZU DIR SELBST!

Das liegt nicht nur daran, dass wir uns vom Tagesgeschäft erschlagen lassen. Im Laufe unseres Lebens haben wir uns jede Menge Wissen, Know-how und einen großen Erfahrungsschatz erarbeitet.

Das führt aber zwangsläufig auch dazu, dass wir mit zunehmendem Alter immer häufiger automatisch auf Altbewährtes zurückgreifen. Die Lust, das Unmögliche zu denken, versiegt langsam aber sicher.

Daran sind keineswegs wir selbst schuld. Die Natur hat uns so gemacht. Wir deponieren mit zunehmendem Alter immer mehr Scheren in unserem Kopf und werden dadurch beratungsresistent.

Aus diesem Dilemma kann sich nur befreien, wer bewusst mit diesen neurobiologisch bedingten Defiziten umgeht und sich ein System schafft, um diese Barrieren immer wieder zu durchbrechen. Das ist der erste Schritt zur ganz persönlichen Innovation.

ALT werden will jeder, ÄLTER nicht

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Fähigkeit neue Ideen zu entwickeln sowohl aus evolutionärer als auch aus neurobiologischer Sicht mit zunehmendem Alter abnimmt.

Die Praxis bestätigt das immer wieder. Sieh einfach selbst mal im Brockhaus oder bei Wikipedia nach, in welchem Alter Albert Einstein, Max Planck oder Konrad Zuse ihre bahnbrechenden Ideen hatten.

Auch Bill Gates, Steve Wozniak, Steve Jobs, Larry Page, Marc Zuckerberg und viele andere, die die Welt in der jüngeren Vergangenheit mit völlig neuen Ideen eroberten, waren nicht älter als 30.

Auch wenn wir uns das selbst nur ungern eingestehen wollen: Je älter wir werden, desto geringer wird unsere Fähigkeit wirklich neue Ideen zu entwickeln.

Je mehr Wissen und Erfahrungen wir sammeln, desto schwerfälliger wird unser Gehirn in Sachen Ideenentwicklung.

Warum ist KREATIVITÄT eigentlich so schwer?

Wer neue Ideen entwickeln will, muss sich gewissermaßen selbst überlisten. Das Gehirn will nämlich gar nicht kreativ sein. Der Mensch ist wohl von Natur aus auf die Reduktion von Komplexität getrimmt.

Evolutionstechnisch soll unser Gehirn dahingehend programmiert sein, die Menge an eingehendem Informationsmüll zu reduzieren, indem möglichst immer nur nach einer Ursache für einen Sachverhalt gesucht wird.

Scheint sie plausibel, wird nicht weiter nachgedacht. Es soll offensichtlich nur so viel Energie wie nötig verbraucht werden. Was wir einmal gelernt oder selbst erfahren haben, stellen wir nur selten freiwillig wieder in Frage.

So leiden wir prinzipiell alle darunter, Dinge sehr vereinfachen zu wollen. Außerdem funktionieren wir praktisch zu über 90 Prozent mit Autopilot, behaupten meinungsführende Hirnforscher.

Die Matrix eines Menschen, basierend auf genetischer Programmierung und dem Rahmen aus gesammelter Erfahrung und Wissen, bestimmt das kreative Potenzial. Je mehr Erfahrung und Fachwissen, desto enger die Matrix.

Ohne Fachwissen und Erfahrung geht es allerdings auch nicht. Diesen dialektischen Widerspruch gilt es also zu knacken und das strukturierte Denken aufzubrechen.

Außerdem werden wir unser ganzes Leben auf analytisch strukturiertes Denken getrimmt. Das ist auch sehr wichtig. Spätestens bei der Ideenbewertung sind wir dringend darauf angewiesen. Aber bei dem eigentlichen Prozess der Ideenfindung behindert es mehr, als dass es nutzen könnte.

Ziel ist dabei nicht nur die einfache Assoziation, sondern im zweiten Schritt auch die Illumination. Wobei der Geistesblitz selbst ein unbewusster Vorgang ist, der nicht erzwungen werden kann. Aber wir können ihm den Weg bereiten.

Die Macht des ZUFALLS

Es ist ein Irrglaube, dass die meisten Ideen, die unsere Welt veränderten, durch zielgerichtetes Denken entstanden sind und schon gar nicht in Brainstorming-Sitzungen oder bei Kreativitäts-Workshops.

Hinterher wird es zwar oft so dargestellt, weil niemand gern zugibt, dass Zufall im Spiel war. Zufall heißt in solchen Fällen fast immer: komplexe und nicht steuerbare äußere Einflüsse plus Macht des Unterbewusstseins.

Wenn wir im Nachhinein allerdings umfassend analysieren wollten, wie, wo, wann und warum eine Idee entstanden ist, können wir mit unserem beschränkten Horizont die Komplexität der Ursachen nicht erfassen. Also machen wir es uns einfach und erklären es einfach.

Aber zugeben, dass der Zufall mitgespielt hat?Auf keinen Fall, denn planloses Herumprobieren und zielloses Kombinieren von Dingen und Gedanken, die offensichtlich gar nichts miteinander zu tun haben, klingen nicht gerade nach der Erfolgsformel für kluge Leute.

Aber vor allem das vermeintlich uneffektive Spiel mit Zufälligkeiten eröffnet unserem Hirn die Chance über seinen eigenen Schatten zu springen. Wir sollten unserem Unterbewusstsein und dem Zufall eine Chance geben.

Schon Aristoteles soll diskursives Denken (Wissenschaft) von intuitivem Verstand (Erfassung der Prinzipien, des Ganzen) getrennt haben. So steht es jedenfalls im Internet.

Das lateinische ratiocinari macht die Beschränktheit rationalen Denkens deutlich, denn es bedeutete eigentlich rechnen und überlegen und wurde erst im späteren Gebrauch um argumentieren, schließen, folgern erweitert.

Cogitare (erkennen) und meditare sollen ursprünglich synonym gebraucht worden sein als: sich in die Sache versetzen. Diese philosophische Hochschätzung des intuitiven Denkens ging allerdings mit dem Siegeszug der Wissenschaften verloren.

Die Kraft des UNTERBEWUSSTSEINS

Hirnforscher glauben, herausgefunden zu haben, dass der Mensch zwei völlig unterschiedliche Systeme zur Bewältigung des Lebens einsetzt.

Unser Autopilot, also die "unbewusste Datenverarbeitung“, lässt uns den Alltag meistern. Nicht nur die Körperfunktionen, sondern alle routinemäßigen alltäglichen Dinge werden gesteuert. Grundlage sind unsere genetischen Voraussetzungen sowie bereits erworbenes persönliches Wissen und individuelle Erfahrungen.

Das Bewusstsein, also die „aktive Datenverarbeitung“, kommt erst dann ins Spiel, wenn eine schwierige, ungewohnte, neue Situation eintritt. Die Suche nach einer neuen Lösung erzwingt folglich das Denken.

Und wenn wir diese Tatsache reflektieren, müssen wir erkennen, dass wir ziemlich selten denken. Egal, ob Auto fahren, einkaufen oder fernsehen, bewusstes Denken benötigen wir dabei nicht. Selbst für die meisten alltäglichen Aufgaben bei der Arbeit reicht der Automatik-Modus völlig aus.

Die Hirnforscher glauben auch, dass der Autopilot unser Verhalten viel mehr bestimmt, als uns lieb ist und in punkto Leistungsfähigkeit das bewusste Denken bei weitem übertrifft.

Das Unterbewusstsein soll in der Lage sein, Informationen sowohl schnell als auch parallel zu verarbeiten und meistert dabei Datenmengen, die unser Bewusstsein nie und nimmer bewältigen könnte.

Altbekannte KREATIVITÄTSTECHNIKEN

Wir alle kennen die Situation, die unser rationales Vorgehen anrichten kann, wenn wir vor einem weißen Blatt Papier oder unserem Rechner sitzen. Der Kopf scheint wie leer gefegt und die Lust auf Ideen konvergiert gegen Null. Deshalb hat ein Mann namens Alex Osborn im letzten Jahrtausend das verbale Brainstorming erfunden.

Da fühlt man sich in der Gruppe nicht mehr so hilflos und kann den einen oder anderen Gedanken eines Anderen vielleicht weiterspinnen bzw. sich hinter den Anstrengungen der Kollegen verstecken.

Bei dem ersten halbwegs vernünftigen Gedanken schaltet das Hirn sofort ab, Aufgabe erledigt.

Die mangelnde Effektivität und die vielen Fallstricke solcher Methoden sind längst bekannt. Nicht der beste Querdenker bestimmt die Gruppendynamik, sondern der Redseligste oder der Chef.

Und trotzdem ist das verbale Brainstorming immer noch die am weitesten verbreitete Methode bei der Ideenfindung. Dabei ist die Absicht, einen Zeitpunkt zu bestimmen, an dem ein genialer Gedanke erzwungen wird, einfach nur illusorisch.

Es gibt sogar Leute, die Mind Mapping als Kreativitätstechnik verkaufen. Mit dieser Methode kann man vielleicht Probleme lösen, aber völlig neue Gedanken entwickeln??? Ich kenne niemanden, dem lineares Denken dabei geholfen hat.

BRAINSTORMING, MIND-MAPPING etc.

Angefangen bei Edward de Bono mit seinen sechs Hüten, über Alex Osborn und das allgegenwärtige verbale Brainstorming bis hin zu Morphologischer Kasten und 635-Methode: Alle bekannten Kreativitätstechniken sind aus dem letzten Jahrtausend, also uralt.

Sie werden bis heute zwar in Kreativ-Seminaren  und Ideen-Workshops immer wieder gelehrt, aber von Kreativen, die ich kenne, kaum genutzt.

Vielleicht liegt es daran, dass die meisten Kreativitätstechniken sich mehr mit dem logistischen Prozess der Ideenfindung beschäftigen und weniger mit den Denkprozessen selbst.

Die Hirnforschung hat gerade in den letzten Jahren enorme Erkenntnisse gewonnen, wie eigentlich neue Ideen in unseren Köpfen entstehen.

Obwohl heute fast alle annehmen, dass unser Unterbewusstsein ohne unser Zutun immer weiterarbeitet und ständig versucht neue Verbindungen zwischen einzelnen Gedanken herzustellen, versucht kaum jemand diese Tatsache zielgerichtet zu nutzen.

Ist TEAMWORK beim Querdenken wirklich effektiver?

Es gibt einige wissenschaftliche Studien, die scheinbar belegen, dass bei der Ideenentwicklung die gleiche Anzahl von Einzelkämpfern immer besser abschneidet als ein Team bei einem verbalen Brainstorming.

Andere Studien, die sich mit der Intelligenz der Masse auseinandersetzen, wollen nachgewiesen haben, dass  bei der Ideenentwicklung eine heterogene Gruppe von Leuten mit Fachwissen besser abschneidet, als einzelne Experten.

Voraussetzung ist dabei aber das Prinzip: Erst allein denken. Dann gemeinsam reden. Nur so kann eine Brainstorming-Sitzung nicht zur unterhaltsamen Plauderstunde verkommen.

Findet der Gedankenaustausch über die elektronischen Medien statt, können auch zwischenmenschliche Störfaktoren minimiert werden.

Neue Idee heißt: noch NIE da gewesen

Die meisten Kreativitätstechniken zielen auf das Prinzip Masse ab. Es werden unter Zeitdruck möglichst viele altbekannte    „Ideen“ gesammelt, aus denen dann – im schlimmsten Fall per Bewertungssystem – die vermeintlich Beste herausgefiltert wird.

Wobei wir doch alle wissen, dass die Everybodys-Darling-Ideen denen, die stark polarisieren, fast immer unterlegen sind.

Zeit, verschiedene alte Ideen neu zusammenzusetzen, in einen neuen Kontext zu setzen bzw. in einen sogenannten Geistesblitz münden zu lassen, bleibt meistens nicht.

Abgerufenes Wissen ist niemals!!! neu

Ausgehend von den Erkenntnissen der Hirnforschung wollen wir einen Schritt weiter gehen. Spontan können wir nur das aus unserem Gehirn herausholen, das wir irgendwann eingespeist haben und das ist niemals!!! neu.

WISSENSCHAFT vom unwissenschaftlichen Arbeiten

Weil wir das nicht nur abrufen, sondern neu zusammensetzen wollen, werden wir versuchen, unserem Hirn ein Schnippchen zu schlagen.

Das heißt, wir müssen den Prozess einerseits gestalten und den Geist permanent mit Impulsen versorgen sowie andererseits den Raum für das freie Spiel der Unwägbarkeiten erhalten.

Ein paar einfache Fragetechniken, der Zufall und unser Unterbewusstsein spielen dabei die entscheidenden Rollen. Trial and Error ist Bestandteil des Prozesses.

Ideen zur Ideenentwicklung

Hier setzt die Idee von Co & Lumbus an. Wir produzieren keine Ideen, mal abgesehen von den Ideen zur Ideenentwicklung selbst. Wir helfen uns selbst sowie Kreativen und solchen, die es werden wollen, gewohnte Denkmuster aufzubrechen.

Die Methode erhöht die Quantität aber vor allem die Qualität der Ideenentwicklung und eröffnet die Chance auf die sogenannte Illumination.

Kreativität heißt bei uns
EXPERIMENTELLES DENKEN

Wir setzen bei der Ideensuche nicht nur auf Transpiration und Inspiration. Inkubation und Irritation haben mindestens den gleichen Stellenwert. Pausen und sogar das Schlafen, wie der schon erwähnte REM-Schlaf, gehören zwingend zum Prozess der Ideenfindung.

Wir experimentieren außerdem mit Denkprozessen, in dem wir versuchen, unsere Hirnaktivität aktiv zu beeinflussen.

Hast du schon einmal versucht, durch die Regulierung des Sauerstoffgehalts in deinem Hirn Denkprozesse zu beeinflussen?

Hast du schon einmal probiert,  Einfluss auf die zielgerichtete Ausschüttung körpereigener Opiate zu nehmen?

Weißt du, welche Auswirkungen Reizüberflutung oder Reizentzug auf dein Unterbewusstsein haben?

Du wirst es herausbekommen. Das alles geschieht natürlich ohne die Einnahme irgendwelcher Mittelchen, sondern ausschließlich durch eigene körperliche und geistige Aktivität.

Spaß am Denken heißt die Philosophie

Co & Lumbus ist keine neue Kreativitätstechnik, sondern eher eine Philosophie, den Prozess der Ideenfindung einfach und ganzheitlich anzugehen.

Alle Prozesse können sowohl offline als auch online eingeleitet, begleitet sowie moderiert werden und stellen sicher, dass ständig neue Impulse für wirklich neue Ideen gesetzt werden. Dabei ist es egal, ob Einzelkämpfer oder heterogene Gruppen geführt werden müssen.

Transpiration: Denken, Schreiben, Denken

Irritation: Fragen, Vergleichen, Staunen

Inspiration: Sehen, Hören, Fühlen

Inkubation: Träumen, Nix tun,  Langweilen

da capo al fine: Spaß haben

Illumination: Heureka, ich habs gefunden

So überlisten wir unser GEHIRN

Unser angewandtes experimentelles Denken basiert auf zwei Grundannahmen.

Erstens, dass wie nur denken, wenn uns ungewöhnliche neue Fragestellungen dazu zwingen.

Und zweitens, dass  eine wirklich neue Idee fast immer aus zwei  alten Gedanken entsteht. Das heißt, zwischen diesen Gedanken muss  eine bisher nicht existente Verbindung hergestellt werden.

Im Prozess sorgen Lotsen dafür, dass dein Hirn permanent mit Impulsen versorgt wird. Ein paar spielerische Fragetechniken lassen eigene, dynamisch wachsende Gedankennetzwerke entstehen, die natürlich gespeichert werden müssen.

Das heißt, Wissen, Erfahrungen, Assoziationen und Sinneseindrücke müssen zuerst abgerufen und gesammelt werden. Dann werden sie per Zufall kombiniert und von dir selbst auf Sinnzusammenhänge geprüft.

NOCH FRAGEN?

Es sind überwiegend eigene Gedanken mit denen „gewürfelt“ wird. Wir zwingen unser Hirn also noch nicht existierende neuronale Netzwerke auszubilden.

Unser limbisches System sorgt dann dafür, dass bei entsprechendem Aha-Effekt die nötige Menge Dopamin ausgeschüttet wird. Ein neuer Gedanke ist entstanden, den im Idealfall noch niemand vor dir gedacht hat.

LOTSEN assistieren beim Denken

Das klingt vielleicht alles etwas kompliziert, ist im Prinzip aber ganz einfach.

Informationslotse und Assoziationslotse helfen die Grundlagen zu schaffen. Der Inkubationslotse assistiert bei der Gestaltung der Prozesse.

Bis schließlich der Irritationslotse und der Inspirationslotse deinem Kopf Ideen entlocken, von denen du nicht zu träumen gewagt hättest.

Dein eigenes Hirn wird zum Expeditionsgebiet. Die Lotsen konfrontieren dich mit außergewöhnlichen Fragestellungen und versuchen dich vom richtigen Kurs abzubringen. Der Autopilot wird abgeschaltet. Du stehst selbst am Ruder und manövrierst dich durch unbekannte Gewässer. Bis der Ausguck ruft: Land in Sicht.

KREATIVITÄTSTRAINING

Das kann nicht jeder, wirst du jetzt vielleicht sagen. Stimmt genau. Aber wenn du einen Marathon laufen willst, musst du vorher trainieren.

Willst du eine Symphonie von Beethoven auf dem Flügel zum Besten geben, geht das auch nicht ohne vorheriges Üben. Selbst Gedächtnis- oder Schachweltmeister werden nicht als solche geboren.

Genauso wie ein Sportler seine Muskeln stählt, kann jeder von uns experimentelles Denken trainieren. Hirnforscher sagen, unser Denkorgan bleibt in jedem Alter plastisch. Die innere Struktur und die Organisation von Nervenzellen und Vernetzungen verändern sich mit neuen Aufgaben.

Diese Anpassung braucht allerdings Kontinuität und erfolgt umso besser, je mehr Leidenschaft und Begeisterung im Spiel ist.

Das heißt, unser Hirn verschaltet sich so, wie wir es benutzen. Ergo: Regelmäßiges Training erzeugt neue neuronale Netzwerke.

GLAUBST DU NICHT?

Wer den Prozess längere Zeit trainiert, wird schon bald auf die Lotsen verzichten können. Aber es ist ähnlich wie beim Gang in den Fitness Club.

Einmal ist kein Mal. Mindestens drei- oder viermal die Woche sollte das Hirn jeweils 30 Minuten an seine Grenzen geführt werden.

Der wichtigste Rohstoff für Ideen ist ZEIT

Dazu brauchst du erst einmal Zeit und die gibt es weder abgepackt in Mehrwegflaschen noch kommt Sie als Geschenkpaket frei Haus.

Du musst Sie dir schon selbst nehmen – die Zeit zum bewussten Denken und die Zeit, die dein Unterbewusstsein braucht. Letzteres nennen wir auch organisierte Langeweile für das Hirn.

Das wiederum ist gar nicht so einfach. Unsere Sinne werden täglich mit so vielen Botschaften bombardiert, dass wir kaum noch agieren, sondern fast ausschließlich reagieren können. Zeit zum bewussten Denken geschweige denn zum Querdenken ist so rar wie Hefeweizen in der Wüste.

Dabei hilft ein halbes Stündchen Denken pro Tag nicht nur bei neuen Ideen, sondern soll auch wie Anti-Aging für die grauen Zellen wirken.

Die Belohnung, die dafür winkt: Die restlichen dreiundzwanzigeinhalb Stunden des Tages arbeitet dein Unterbewusstsein mit – ohne dein aktives Zutun und ganz ohne Anstrengung.

Aufbrechen um den Seeweg nach Indien zu finden und dabei Amerika entdecken. Das kannst du auch. 

 

Reederei über Kreativität - Unsterblichkeit hat einen Preis. Deine Idee lebt noch, wenn du schon tot bist

CO & LUMBUS ist ein freies Projekt von
Carsten Willer und Michael Franke

 

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